Darum

GLATTAUER Daniel: Darum. 2009.

Abstract

GLATTAUER, Daniel: „Darum“, München 2009
Wenn mir ein Schriftsteller gefällt, dann will ich alles von ihm gelesen haben. So auch dieses Buch. Ein Kriminalroman? Kriminalromane sind ja derzeit in. Es ist das Leben eines Journalisten, eines ehemaligen Buchlektors, der zum Hauptangeklagten eines Mordes wird. Eines Mordes, den er begangen hat, den ihm aber Niemand zutraut. Geschickt wird hier bestätigt dass „Recht haben und Recht bekommen“ zwei unterschiedliche Dinge sind. Glattauer muss viel im gerichtlichen Umfeld recherchiert haben, um die Sache so genau beschreiben zu können. Manches scheint wirklich wie ein Märchen, dass sich etwa die Untersuchungsrichterin in ihn verliebt und ihn durch Lügen und Unwahrheiten aus der Verurteilung herausholt. Das kitschige Happy End erspart Glattauer dem Leser. Die beiden heiraten nicht. Sie bekommen keine gemeinsamen Kinder. Das bleibt den Fantasien der Leser überlassen. Auch, ob sie gemeinsam nach Brasilien fuhren steht nicht geschrieben, aber es ist wahrscheinlich.
Eine Freundin (Hanna) hatte mich schon während des Lesens auf einen ungewöhnlichen Schluss hin angesprochen. Gespannt habe ich mich bis zur 317ten Seite vorgelesen.
In einem ist Glattauer aber sich selbst treu geblieben: es ist eine packend geschrieben Geschichte mit vielen Wortspielen:
„Wenn es möglich war, eine Sekunde trocken zu weinen, dann hatte ich soeben eine Sekunde trocken geweint.“ (Seite 18)
„Erst war sie eine Sekunde in mich verliebt. Dann ich eine in sie. Leider verfehlten sich unsere beiden Sekunden. Danach waren wir Freunde.“ (Seite 28)
(Prishtina-Hinterbrühl, 23.12.2009)

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    Wenn mir ein Schriftsteller gefällt, dann will ich alles von ihm gelesen haben. So auch dieses Buch. Ein Kriminalroman? Kriminalromane sind ja derzeit in. Es ist das Leben eines Journalisten, eines ehemaligen Buchlektors, der zum Hauptangeklagten eines Mordes wird. Eines Mordes, den er begangen hat, den ihm aber Niemand zutraut. Geschickt wird hier bestätigt dass „Recht haben und Recht bekommen“ zwei unterschiedliche Dinge sind. Glattauer muss viel im gerichtlichen Umfeld recherchiert haben, um die Sache so genau beschreiben zu können. Manches scheint wirklich wie ein Märchen, dass sich etwa die Untersuchungsrichterin in ihn verliebt und ihn durch Lügen und Unwahrheiten aus der Verurteilung herausholt. Das kitschige Happy End erspart Glattauer dem Leser. Die beiden heiraten nicht. Sie bekommen keine gemeinsamen Kinder. Das bleibt den Fantasien der Leser überlassen. Auch, ob sie gemeinsam nach Brasilien fuhren steht nicht geschrieben, aber es ist wahrscheinlich.
    Eine Freundin (Hanna) hatte mich schon während des Lesens auf einen ungewöhnlichen Schluss hin angesprochen. Gespannt habe ich mich bis zur 317ten Seite vorgelesen.
    In einem ist Glattauer aber sich selbst treu geblieben: es ist eine packend geschrieben Geschichte mit vielen Wortspielen:
    „Wenn es möglich war, eine Sekunde trocken zu weinen, dann hatte ich soeben eine Sekunde trocken geweint.“ (Seite 18)
    „Erst war sie eine Sekunde in mich verliebt. Dann ich eine in sie. Leider verfehlten sich unsere beiden Sekunden. Danach waren wir Freunde.“ (Seite 28)
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