Das Geburtstagsfest

TASCHLER, W. Judith (2019): Das Geburtstagsfest. 2019.

Abstract

TASCHLER, Judith W.: „Das Geburtstagsfest“, München 2019
Um ein Geburtstagsfest eines Architekten rankt sich die Geschichte. Sie führt nach Kambodscha und ist eng mit Österreich verwoben. Verwoben sind auch die einzelnen Kapitel. Sie springen in der Zeitachse und den Orten. Ich sehe solche Strukturen als Erschwerung für den Leser. Es ist oft schwierig den Lesefaden nicht zu verlieren. Warum machen das heutige Dichter? Ich glaube irgendwie ist es eine Modeerscheinung. Zu Beginn empfand ich die Schreibweise etwas holprig. Ich empfehle aber allen Lesern weiterzumachen. Die Geschichte wird zunehmend spannend und am Ende kann man gar nicht aufhören. Das anfangs negativ gesehene Wechseln auf der Zeitachse stellte sich als Erhöhung der Spannung heraus und fesselt; lässt nicht los vom Lesen.
Obwohl ich aus den Nachrichten die damaligen Kämpfe in Kambodscha gehört habe, wusste ich doch zu wenig. Das Buch klärt auf … und vor allem gibt es die Gräuel wieder, die dort passierten. Unvorstellbar.
Geschickt webt Taschler in die einfache Geschichte einer Geburtstagsparty des 50-jährigen Vaters, der in Österreich verheiratet ist und eine intakte Familie hat, dessen Vergangenheit bei den Roten Khmer ein. Am Ende des Krieges ist er nach Thailand geflüchtet und hat ein ihm bekanntes Mädchen, das schwer krank war mitgetragen und in die Freiheit gebracht. Über seine Zeit in Kambodscha hat er mit der Familie nie geredet. Ein Sohn fand im Internet den Kontakt zu dieser Frau, die er gerettet hatte. Sie lebt in Amerika und der Sohn lädt sie als Überraschung zum Geburtstagsfest des Vaters ein. Daraus wird ein Destaster. Er hat Angst seine negative Vergangenheit als Kindersoldat bei den Roten Khmer wird bekannt. Es kommt zum Streit.
Die Autorin vermischt in diesem Buch verschiedene Geschichten:
• des kambodschanischen Flüchtlings, der in Österreich eine Familie gründet und erfolgreich wird mit jener
• des Soldaten der kommunistischen Roten Khmer,
• seiner Kindheit als Sohn eines Fischers,
• der Familie der „Schwester“, die der oberen Klasse der kambodschanischen Gesellschaft angehörte und
• der Familie, die den Flüchtling mit seiner „Schwester“ (= das von ihm gerettete Mädchen) in Österreich aufgenommen hat.
Viel Unheil, viel Leid, viel Gräuel parallel zu einer heilen Welt in Österreich.
Im Epilog, der einen eMail Verkehr wiedergibt kommt es letztlich noch zu einem Happy End, in dem der Familienfrieden einkehrt und der Vater seine Vergangenheit aufarbeitet. Mehr sei hier nicht gesagt, nur das eine:
Es ist ein großartiges Buch!

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    Obwohl ich aus den Nachrichten die damaligen Kämpfe in Kambodscha gehört habe, wusste ich doch zu wenig. Das Buch klärt auf … und vor allem gibt es die Gräuel wieder, die dort passierten. Unvorstellbar.
    Geschickt webt Taschler in die einfache Geschichte einer Geburtstagsparty des 50-jährigen Vaters, der in Österreich verheiratet ist und eine intakte Familie hat, dessen Vergangenheit bei den Roten Khmer ein. Am Ende des Krieges ist er nach Thailand geflüchtet und hat ein ihm bekanntes Mädchen, das schwer krank war mitgetragen und in die Freiheit gebracht. Über seine Zeit in Kambodscha hat er mit der Familie nie geredet. Ein Sohn fand im Internet den Kontakt zu dieser Frau, die er gerettet hatte. Sie lebt in Amerika und der Sohn lädt sie als Überraschung zum Geburtstagsfest des Vaters ein. Daraus wird ein Destaster. Er hat Angst seine negative Vergangenheit als Kindersoldat bei den Roten Khmer wird bekannt. Es kommt zum Streit. 
    Die Autorin vermischt in diesem Buch verschiedene Geschichten:
    •	des kambodschanischen Flüchtlings, der in Österreich eine Familie gründet und erfolgreich wird mit jener 
    •	des Soldaten der kommunistischen Roten Khmer, 
    •	seiner Kindheit als Sohn eines Fischers,
    •	der Familie der „Schwester“, die der oberen Klasse der kambodschanischen Gesellschaft angehörte und
    •	der Familie, die den Flüchtling mit seiner „Schwester“ (= das von ihm gerettete Mädchen) in Österreich aufgenommen hat.
    Viel Unheil, viel Leid, viel Gräuel parallel zu einer heilen Welt in Österreich.
    Im Epilog, der einen eMail Verkehr wiedergibt kommt es letztlich noch zu einem Happy End, in dem der Familienfrieden einkehrt und der Vater seine Vergangenheit aufarbeitet. Mehr sei hier nicht gesagt, nur das eine:
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