Der Weltensammler

TROJANOW, Ilija (2018): Der Weltensammler. 2018.

Abstract

TROJANOW, Ilija: „Der Weltensammler“, München 2016
Der Autor beschreibt in diesem über 500 Seiten starken Roman einen seltsamen Menschen des 19. Jahrhunderts. Die Handlung konzentriert sich auf drei wesentliche Lebensabschnitte des britischen Offiziers Richard Burton:
• Mit 21 Jahren geht er nach Indien und arbeitet für die East Indian Company.
• Als einer der ersten „westlichen“ Menschen nimmt er an einer Pilgerfahrt nach Mekka teil. Er gibt sich als Muslim aus und bringt seine Erlebnisse in Buchform heraus, was in islamischen Gesellschaften Bestürzung hervorruft, die wieder für eine Beschreibung der Person Burtons herhalten.
• Im dritten Teil des Romans beschreibt Trojanow, wie Burton in gefährlichen Expeditionen versucht die Quellen des Nils und die großen zentralafrikanischen Seen zu finden. Großartig werden hier die Strapazen der abenteuerlichen Reise durch den Busch beschrieben.
Burton passt sich immer seiner Umgebung an, indem er die jeweilige Sprache lernt und auch die lokale Religion annimmt.
Trojanow beschreibt das Leben dieses exzentrischen Mannes aus der Sicht verschiedener Personen und rückt damit Menschen wie seinen Diener, einen Mitstreiter an der afrikanischen Expedition oder einen Reisebegleiter auf der Pilgerfahrt ins Zentrum des Romans. Aus unterschiedlichen Sichtweisen werden verschiedene Eigenschaft des Proponenten beschrieben. So sah sein Diener ihn als guten Menschen mit einer harten Schale: „… wir sollten uns hüten vor Männern, von denen wir nicht wissen, ob sie eine Mutter haben. Bwana Burton selbst redete manchmal, als sei er ein Mensch ohne Mutter, aber er redete nur so, sein Handeln widersprach seinen Worten, er war ein nachgiebigerer, ein einfühlsamerer Mann als jener, für den er sich ausgab.“ (Seite 433)
Das kürzeste Kapitel ist das letzte, das sich „Offenbarung“ nennt und in dem das Sterben Burtons aufgezeigt wird. Er lebte in Triest mit seiner afrikanischen Frau, die er während einer Expedition gekauft hatte und die sehr gläubig wurde. Als solche drängte sie ihn auch zum katholischen Glauben und versuchte ihm eine Erleichterung seines Gewissens durch eine Beichte zu verschaffen, die so skurril ausfällt wie sein ganzes Leben.
In diesem Buch steckt sehr viel Recherchearbeit, damit es Kulturen vermitteln kann, die doch sehr gegensätzlich sind.

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    Der Autor beschreibt in diesem über 500 Seiten starken Roman einen seltsamen Menschen des 19. Jahrhunderts. Die Handlung konzentriert sich auf drei wesentliche Lebensabschnitte des britischen Offiziers Richard Burton:
    •	Mit 21 Jahren geht er nach Indien und arbeitet für die East Indian Company.
    •	Als einer der ersten „westlichen“ Menschen nimmt er an einer Pilgerfahrt nach Mekka teil. Er gibt sich als Muslim aus und bringt seine Erlebnisse in Buchform heraus, was in islamischen Gesellschaften Bestürzung hervorruft, die wieder für eine Beschreibung der Person Burtons herhalten.
    •	Im dritten Teil des Romans beschreibt Trojanow, wie Burton in gefährlichen Expeditionen versucht die Quellen des Nils und die großen zentralafrikanischen Seen zu finden. Großartig werden hier die Strapazen der abenteuerlichen Reise durch den Busch beschrieben.
    Burton passt sich immer seiner Umgebung an, indem er die jeweilige Sprache lernt und auch die lokale Religion annimmt. 
    Trojanow beschreibt das Leben dieses exzentrischen Mannes aus der Sicht verschiedener Personen und rückt damit Menschen wie seinen Diener, einen Mitstreiter an der afrikanischen Expedition oder einen Reisebegleiter auf der Pilgerfahrt ins Zentrum des Romans. Aus unterschiedlichen Sichtweisen werden verschiedene Eigenschaft des Proponenten beschrieben. So sah sein Diener ihn als guten Menschen mit einer harten Schale: „… wir sollten uns hüten vor Männern, von denen wir nicht wissen, ob sie eine Mutter haben. Bwana Burton selbst redete manchmal, als sei er ein Mensch ohne Mutter, aber er redete nur so, sein Handeln widersprach seinen Worten, er war ein nachgiebigerer, ein einfühlsamerer Mann als jener, für den er sich ausgab.“ (Seite 433)
    Das kürzeste Kapitel ist das letzte, das sich „Offenbarung“ nennt und in dem das Sterben Burtons aufgezeigt wird. Er lebte in Triest mit seiner afrikanischen Frau, die er während einer Expedition gekauft hatte und die sehr gläubig wurde. Als solche drängte sie ihn auch zum katholischen Glauben und versuchte ihm eine Erleichterung seines Gewissens durch eine Beichte zu verschaffen, die so skurril ausfällt wie sein ganzes Leben.
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