Die Engel bauen schon. 25 Jahre Europakloster Gut Aich

PAUSCH, Johannes (2018): Die Engel bauen schon. 25 Jahre Europakloster Gut Aich. 2018.

Abstract

PAUSCH, Johannes: „Die Engel bauen schon. 25 Jahre Europakloster Gut Aich“, Salzburg 2018
Der Abt und Gründer des Europaklosters in Aich bei Sankt Gilgen im Salzkammergut hat dieses Buch – in dem er den größten Teil selbst geschrieben hat – herausgegeben. Die Historikerin Irene Friedrich gibt einen sehr guten geschichtlichen Überblick des ehemaligen Gutshofs Au. Sehr genau wird über die Vorgänge der Jahre vor der Klostergründung eingegangen. Schon vor 5000 Jahren gab es Pilgerwege, die an diesem „starken Platz“ vorbeiführten. Johannes Pausch geht dann im Abschnitt „Geschichten in der Geschichte von Gut Aich“ auf die Gründung, den Aufbau und das Leben im Kloster selbst ein.
Viele Wunder waren notwendig, um diese Klostergründung zu ermöglichen. Aber: „Wunder ereignen sich vor allem dann nicht, wenn mein Ich (Ego) nur mein persönliches Anliegen und meine Bedürfnisbefriedigung in den Vordergrund stellt und nicht mein Anliegen unser aller Anliegen ist. Die vielen Wunder im Zusammenhang mit unserer Kirche haben sich nach meiner Meinung deshalb ereignet, weil dies ein heiliger Raum für alle Menschen und nicht nur ein schöner Raum für einen Mönch oder die Mönchsgemeinschaft sein sollte.“ (Seite 54) Da war das Beten zum heiligen Antonius, dass einige Spenden und Beiträge zur Finanzierung des Aufbaus kamen.
Pater Johannes, der Benediktiner hatte die Idee einer Klostergründung. Er fand auch Mitstreiter und sie suchten einen geeigneten Platz. Sie dachten ihn nach dem Ende des Kommunismus im Osten zu finden. Angeboten wurde ihnen dann von Franziskanerinnen ein Gutshof in Österreich. Der Abt des bayrischen Klosters, zu dem Johannes gehörte genehmigte ihm die Gründung, gab aber kein Geld und keine Mönche zum Aufbau mit. Er dachte „Johannes werde resigniert ins Mutterkloster zurückkommen.“ Der aber gab nicht auf und ging durch Höhen und Tiefen. Immer wieder halfen ihm Menschen:
• Zuerst waren es die Franziskanerinnen, die dieses Gut den engagierten Mönchen schenkten.
• Viele Frauen – Pausch nennt sie „nährende Mütter von Gut Aich“ – brachten Beiträge. Seit 5000 Jahren war das Matriarchat in dieser Gegend nicht ausgestorben. Viele Frauen halfen.
• Eine Frau war für die Gestaltung der Kirche verantwortlich.
• Die Frau einer Baumaterialfirma lieferte alle Materialien zum Aufbau.
• Die Ehefrau des deutschen Kanzlers Kohl spendete einen Apostelluster und ihr Mann brachte eine Ikone, die er vom Papst erhielt.
• Ein Teppichhändler half bei der Lieferung von Teppichen.
• Ein Mann, dem Johannes mit Edelsteinen Hildegards half auf einem blinden Auge wieder sehend zu werden baute die Kirchenorgel.
• Männer im Gasthaus spendeten ein altes Turmkreuz.
Pater Johannes beschreibt sehr schön „die Geschichten der Geschichte des Klosters „und zeigt auf, was man alles erreichen kann, wenn man ein Ziel und einen Glauben hat.
Der Gedanke der „Dankbarkeit“, wie in der Mönch Steindl-Rast in seinen Büchern vertritt lebt in diesem Kloster.
Der letzte Beitrag stammt von einem Gast, der aus dieser Sicht das Leben im Kloster beschreibt. Obwohl es sich beim vorliegenden Buch um eine Geschichte der ersten 25 Jahre des Klosters handelt meint dieser Autor „Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, wohl aber grundsätzlich die Gegenwart. Das Europakloster ist deswegen heute … eine der zahlreichen Oasen in der Wüste eines gegenwärtigen allgemeinen Verfalls moralischer Werte und unseres von Intoleranz und Hass, von Gewalt und Kriegen verseuchten Erdballs.“ (Seite 124/125)
Nach dem Lesen dieses Buches wusste ich, dass ich nochmals hinfahren muss, um jene Plätze, die ich hier beschrieben bekam selbst zu besichtigen und zu erleben.

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    Viele Wunder waren notwendig, um diese Klostergründung zu ermöglichen. Aber: „Wunder ereignen sich vor allem dann nicht, wenn mein Ich (Ego) nur mein persönliches Anliegen und meine Bedürfnisbefriedigung in den Vordergrund stellt und nicht mein Anliegen unser aller Anliegen ist. Die vielen Wunder im Zusammenhang mit unserer Kirche haben sich nach meiner Meinung deshalb ereignet, weil dies ein heiliger Raum für alle Menschen und nicht nur ein schöner Raum für einen Mönch oder die Mönchsgemeinschaft sein sollte.“ (Seite 54) Da war das Beten zum heiligen Antonius, dass einige Spenden und Beiträge zur Finanzierung des Aufbaus kamen.
    Pater Johannes, der Benediktiner hatte die Idee einer Klostergründung. Er fand auch Mitstreiter und sie suchten einen geeigneten Platz. Sie dachten ihn nach dem Ende des Kommunismus im Osten zu finden. Angeboten wurde ihnen dann von Franziskanerinnen ein Gutshof in Österreich. Der Abt des bayrischen Klosters, zu dem Johannes gehörte genehmigte ihm die Gründung, gab aber kein Geld und keine Mönche zum Aufbau mit. Er dachte „Johannes werde resigniert ins Mutterkloster zurückkommen.“ Der aber gab nicht auf und ging durch Höhen und Tiefen. Immer wieder halfen ihm Menschen:
    •	Zuerst waren es die Franziskanerinnen, die dieses Gut den engagierten Mönchen schenkten.
    •	Viele Frauen – Pausch nennt sie „nährende Mütter von Gut Aich“ – brachten Beiträge. Seit 5000 Jahren war das Matriarchat in dieser Gegend nicht ausgestorben. Viele Frauen halfen. 
    •	Eine Frau war für die Gestaltung der Kirche verantwortlich.
    •	Die Frau einer Baumaterialfirma lieferte alle Materialien zum Aufbau.
    •	Die Ehefrau des deutschen Kanzlers Kohl spendete einen Apostelluster und ihr Mann brachte eine Ikone, die er vom Papst erhielt.
    •	Ein Teppichhändler half bei der Lieferung von Teppichen.
    •	Ein Mann, dem Johannes mit Edelsteinen Hildegards half auf einem blinden Auge wieder sehend zu werden baute die Kirchenorgel.
    •	Männer im Gasthaus spendeten ein altes Turmkreuz.
    Pater Johannes beschreibt sehr schön „die Geschichten der Geschichte des Klosters „und zeigt auf, was man alles erreichen kann, wenn man ein Ziel und einen Glauben hat. 
    Der Gedanke der „Dankbarkeit“, wie in der Mönch Steindl-Rast in seinen Büchern vertritt lebt in diesem Kloster.
    Der letzte Beitrag stammt von einem Gast, der aus dieser Sicht das Leben im Kloster beschreibt. Obwohl es sich beim vorliegenden Buch um eine Geschichte der ersten 25 Jahre des Klosters handelt meint dieser Autor „Die Vergangenheit können wir nicht mehr ändern, wohl aber grundsätzlich die Gegenwart. Das Europakloster ist deswegen heute … eine der zahlreichen Oasen in der Wüste eines gegenwärtigen allgemeinen Verfalls moralischer Werte und unseres von Intoleranz und Hass, von Gewalt und Kriegen verseuchten Erdballs.“ (Seite 124/125)
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