Fact Fulness, Wie wir lernen die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist

ROSLING, Hans (2018): Fact Fulness, Wie wir lernen die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. 2018.

Abstract

ROSLING, Hans: „Fact Fulness, Wie wir lernen die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist“, Berlin 2018
„Zum ersten Mal in der Geschichte liegen Daten zu fast jedem Aspekt der globalen Entwicklung vor. Und dennoch lassen wir uns von unseren dramatischen Instinkten und den Medien, die uns mit diesen ködern, weiterhin zu einer fast hysterischen Weltsicht verleiten.“ (Seite 131)
Es werden 10 Instinkte angesprochen, die uns Menschen zu Missinterpretationen verleiten.
Die Weltbevölkerung hat das natürliche Gleichgewicht erreicht. Die Zahl der Eltern steigt nicht mehr und diese haben durchschnittlich nur zwei Kinder. Um 1900 hatte die Welt 1 Milliarde Bewohner und im Jahr 2000 6 Milliarden. Die Welt hat bevölkerungstechnisch ihr Gleichgewicht erreicht. Die weitere Steigerung ist nur noch ein Nachklingen. Durch die bessere gesundheitliche Versorgung werden Menschen älter.
Im Kapitel "Der Instinkt Angst" wird ausgeführt, dass Angst ein natürlicher Instinkt in einfachen Verhältnissen ist. In der entwickelten Welt ist er aber nicht mehr angebracht. Aber: „Die Medien können der Versuchung nicht widerstehen, unseren Instinkt der Angst zu befeuern. Die größten Schlagzeilen sind oft die, die mehr als eine Art von Angst auslösen." (Seite 133) Die Zahl der, bei Naturkatastrophen Umgekommenen hat sich in den letzten 100 Jahren um das Vierfache reduziert. Die Medien spiegeln aber ein Bild wider, als nehme das zu.
Das ist nur eines der vielen Beispiele in diesem Buch, das zeigt, dass wir anders urteilen, als es in der Realität der Fall ist.
Das wirtschaftliche Gewicht in Europa und den USA wird nur mehr 20 Prozent ausmachen. Der Schwerpunkt verlagert sich nach Asien, wo auch die höchsten Zuwachsraten sind. Nicht wie intuitiv angenommen in Afrika. Eine mit Zahlen unterlegte Vision ist es auch, dass in 50 Jahren Afrikaner in Europa als Touristen und nicht als Migranten ankommen werden.
Von Frauenaktivisten wird nicht zur Kenntnis genommen, dass 50 Prozent der Mädchen einen Zugang zum Schulwesen haben. Genauso viele (in manchen Ländern sogar mehr Mädchen) als Buben. Rosling rechnet mit falschen Statistiken und deren Verwendung ab.
Amerika hat international als betrachtet hohe Ausgaben im Gesundheitsbereich, aber keine wirklich hohe Lebenserwartung. Dies liegt am fehlenden Sozialversicherungssystem. Die Reichen leisten sich zu viele Arztbesuche und die Armen zu wenige.
CO2 Emissionen sind anders als wir aus den Medien erfahren: Kanada hat doppelt so viele als China. 80% der Menschheit hat Zugang zur Elektrizität.
Der Autor sieht aber auch die Probleme der Welt und fasst sie in fünf globalen Risken zusammen:
* globale Pandemie - der Ausbruch von sich rasch verbreitenden Seuchen wie es die Spanische Grippe war.
* Finanzkollaps - in unserer stark vernetzten Welt viel umfassender
* Dritter Weltkrieg - gerade in der heutigen Politik wieder mit viel Risiko behaftet
* Klimawandel - trotz Besserungen immer noch eine drohende Gefahr
* extreme Armut - sie hat sich zwar von 85% der Weltbevölkerung im Jahre 1800 auf 50% 1966 und 9% 2017 reduziert, aber in manchen Gebieten ist sie noch intensiv Es gäbe - so der Autor - noch eine sechste, die wir noch nicht kennen.
Die Anzahl der älteren Menschen nimmt in den hoch entwickelten Ländern nicht mehr zu. Es wird Schweden genannt, wo 20% der Einwohner älter als 65 Jahre sind und in 50 Jahren weiterhin 20% sein werden.
Im Anhang werden viele Beispiele von relevanter Entwicklung aufgezeigt.
In einem Nachwort erfährt man als Leser, dass der Autor nach Fertigstellung des Manuskripts zu diesem Buch an Krebs gestorben ist. Es war sein zusammengefasstes Lebenswerk, das sein Sohn und dessen Frau weiterführen.

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    Die Weltbevölkerung hat das natürliche Gleichgewicht erreicht. Die Zahl der Eltern steigt nicht mehr und diese haben durchschnittlich nur zwei Kinder. Um 1900 hatte die Welt 1 Milliarde Bewohner und im Jahr 2000 6 Milliarden. Die Welt hat bevölkerungstechnisch ihr Gleichgewicht erreicht. Die weitere Steigerung ist nur noch ein Nachklingen. Durch die bessere gesundheitliche Versorgung werden Menschen älter.
    Im Kapitel "Der Instinkt Angst" wird ausgeführt, dass Angst ein natürlicher Instinkt in einfachen Verhältnissen ist. In der entwickelten Welt ist er aber nicht mehr angebracht. Aber: „Die Medien können der Versuchung nicht widerstehen, unseren Instinkt der Angst zu befeuern. Die größten Schlagzeilen sind oft die, die mehr als eine Art von Angst auslösen." (Seite 133) Die Zahl der, bei Naturkatastrophen Umgekommenen hat sich in den letzten 100 Jahren um das Vierfache reduziert. Die Medien spiegeln aber ein Bild wider, als nehme das zu.
    Das ist nur eines der vielen Beispiele in diesem Buch, das zeigt, dass wir anders urteilen, als es in der Realität der Fall ist.
    Das wirtschaftliche Gewicht in Europa und den USA wird nur mehr 20 Prozent ausmachen. Der Schwerpunkt verlagert sich nach Asien, wo auch die höchsten Zuwachsraten sind. Nicht wie intuitiv angenommen in Afrika. Eine mit Zahlen unterlegte Vision ist es auch, dass in 50 Jahren Afrikaner in Europa als Touristen und nicht als Migranten ankommen werden.
    Von Frauenaktivisten wird nicht zur Kenntnis genommen, dass 50 Prozent der Mädchen einen Zugang zum Schulwesen haben. Genauso viele (in manchen Ländern sogar mehr Mädchen) als Buben. Rosling rechnet mit falschen Statistiken und deren Verwendung ab.
    Amerika hat international als betrachtet hohe Ausgaben im Gesundheitsbereich, aber keine wirklich hohe Lebenserwartung. Dies liegt am fehlenden Sozialversicherungssystem. Die Reichen leisten sich zu viele Arztbesuche und die Armen zu wenige. 
    CO2 Emissionen sind anders als wir aus den Medien erfahren: Kanada hat doppelt so viele als China. 80% der Menschheit hat Zugang zur Elektrizität.
    Der Autor sieht aber auch die Probleme der Welt und fasst sie in fünf globalen Risken zusammen:
    * globale Pandemie - der Ausbruch von sich rasch verbreitenden Seuchen wie es die Spanische Grippe war.
    * Finanzkollaps - in unserer stark vernetzten Welt viel umfassender
    * Dritter Weltkrieg - gerade in der heutigen Politik wieder mit viel Risiko behaftet
    * Klimawandel - trotz Besserungen immer noch eine drohende Gefahr
    * extreme Armut - sie hat sich zwar von 85% der Weltbevölkerung im Jahre 1800 auf 50% 1966 und 9% 2017 reduziert, aber in manchen Gebieten ist sie noch intensiv Es gäbe - so der Autor - noch eine sechste, die wir noch nicht kennen. 
    Die Anzahl der älteren Menschen nimmt in den hoch entwickelten Ländern nicht mehr zu. Es wird Schweden genannt, wo 20% der Einwohner älter als 65 Jahre sind und in 50 Jahren weiterhin 20% sein werden.
    Im Anhang werden viele Beispiele von relevanter Entwicklung aufgezeigt.
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