„Hinterbrühler Geschichten. Informationen, Raritäten & Kuriositäten“

GLECKNER Walter (2019): „Hinterbrühler Geschichten. Informationen, Raritäten & Kuriositäten“. 2019.

Abstract

GLECKNER, Walter: „Hinterbrühler Geschichten. Informationen, Raritäten & Kuriositäten“, Hinterbrühl 2018
Die Chronik eines Dorfs südlich von Wien. Sie gibt die Veränderungen der Zeit im ländlichen Raum und auch generell wieder. Der Autor beginnt – so wie es sich für eine Geschichtsdarstellung gehört – in frühen Zeiten. In diesem Fall mit der Hallstattzeit (800 v.Chr.) und springt dann zur Türkenbelagerung und ersten Ansiedlungen. Im kleinen Dorf mit wenigen hundert Einwohnern müssen im napoleonischen Krieg Söldner untergebracht werden. Genauso viel wie es Einwohner gibt. Die Aufzeichnungen aus der früheren Zeit existieren praktisch nicht. Daher die großen Sprünge in der Zeit. Im 19. Jahrhundert beginnt dann die Blütezeit des Dorfs mit Fremdenverkehr. Wiener, Großstädter, die hier Urlaub machen.
Noch 1940 ist es ein anderes Dorf als heute. Der Autor zählt die Betriebe auf: 15 Greißler, mehrere Fleischhauer, mehr als ein Dutzend Gasthäuser, zwei Bäcker, 6 Schuster bis hin zum Malermeister, Radiomechaniker, Mechaniker und Hufschmied. 2019 gibt es keine 15 Kaufhäuser, sondern nur mehr zwei. Wie in großen Städten sind sie am Ortsrand angesiedelt. Einer im Westen und einer im Osten. Beides Filialen großer Konzerne. Sie bestimmen die Nahrungsmittelpreise für den Ort. Ein Schicksal, wie es allen Orten in Mitteleuropa widerfuhr.
Ortsspezifisch dann die Sehenswürdigkeiten. Auf die beiden Weltkriege und ihre Auswirkungen auf das Dorf wird eingegangen und hier im Speziellen auf das Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen. Die Häftlinge produzierten hier in den Stollen des Gipsbergwerks Flugzeuge. 16 Persönlichkeiten hat nach Angaben des Chronisten der Ort hervorgebracht. Eine subjektive Darstellung. Es zählt – so wie es in der heutigen Zeit üblich ist – die Popularität. Einem Journalisten wird mehr Text gewidmet als einem anerkannten Musiker und ein berühmter ortsansässiger Mathematiker hat es ins Buch gar nicht geschafft.
Auf alle Fälle ein sehr gut aufgearbeitetes Geschichtsbuch der Marktgemeinde Hinterbrühl bei Wien, das in vielen Kapiteln stellvertretend für andere Dörfer und die generelle Entwicklung stehen kann.

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    Noch 1940 ist es ein anderes Dorf als heute. Der Autor zählt die Betriebe auf: 15 Greißler, mehrere Fleischhauer, mehr als ein Dutzend Gasthäuser, zwei Bäcker, 6 Schuster bis hin zum Malermeister, Radiomechaniker, Mechaniker und Hufschmied. 2019 gibt es keine 15 Kaufhäuser, sondern nur mehr zwei. Wie in großen Städten sind sie am Ortsrand angesiedelt. Einer im Westen und einer im Osten. Beides Filialen großer Konzerne. Sie bestimmen die Nahrungsmittelpreise für den Ort. Ein Schicksal, wie es allen Orten in Mitteleuropa widerfuhr. 
    Ortsspezifisch dann die Sehenswürdigkeiten. Auf die beiden Weltkriege und ihre Auswirkungen auf das Dorf wird eingegangen und hier im Speziellen auf das Außenlager des Konzentrationslagers Mauthausen. Die Häftlinge produzierten hier in den Stollen des Gipsbergwerks Flugzeuge. 16 Persönlichkeiten hat nach Angaben des Chronisten der Ort hervorgebracht. Eine subjektive Darstellung. Es zählt – so wie es in der heutigen Zeit üblich ist – die Popularität. Einem Journalisten wird mehr Text gewidmet als einem anerkannten Musiker und ein berühmter ortsansässiger Mathematiker hat es ins Buch gar nicht geschafft. 
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