Meine Mutter darf es nie erfahren!

SIMMEL, Johannes Mario (2019): Meine Mutter darf es nie erfahren!. 2019.

Abstract

SIMMEL, Johannes Mario: „Meine Mutter darf es nie erfahren!“, Wien 1952
Als Erwachsener ein Jugendbuch zu lesen ist schon interessant. Wenn es dann noch aus einer früheren Zeit ist – in dem Fall nach dem Zweiten Weltkrieg“ – wird es doppelt interessant. Es stammt aus einer anderen Zeit. In der die Menschen noch andere Sorgen hatten. Vom Luxus noch entfernt wird das Schicksal eines Schulbuben erzählt, der ein schlechtes Zeugnis bekommen hatte und sich nicht heimgehen getraut. Seine kranke Mutter würde sich über den negativen Abschluss zu sehr aufregen, und wie ihm erst kurz vorher der behandelte Arzt erklärt hatte, würde das ein Rückfall in ihrer Krankheit bedeuten. Er beschließt daher nicht nach Hause zu gehen. Ein Schulfreund hilft ihm. Es wird zu einer Verfolgungsjagd. Er versteckt sich in einem Kino, wo er am Ende des Films gestellt wird. Ein junger Mann springt für ihn in die Presche und lädt ihn zum Essen ein. Er verhilft ihm zu einer Arbeit, bei der er Geld verdienen kann. Ohne es zu wissen ist er Räubern in die Hände gefallen und wird in einen Einbruch verwickelt. Aber wie man es sich eben nach dem Weltkrieg wünschte, gibt es ein Happy End.
Stilistisch könnte man aus heutiger Perspektive sagen „kitschig“. In die Zeit gestellt ist es Leseunterhaltung. Auch vom Stil, der Systematik und Aufmachung. Vor jedem Kapitel stehen kurze Sätze und Schlagwörter, die das anschließende Kapitel vorauseilend definieren. Dies wirkt wie eine Arbeitsskizze des Autors. Tuschzeichnungen illustrieren die Geschehnisse.

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    Stilistisch könnte man aus heutiger Perspektive sagen „kitschig“. In die Zeit gestellt ist es Leseunterhaltung. Auch vom Stil, der Systematik und Aufmachung. Vor jedem Kapitel stehen kurze Sätze und Schlagwörter, die das anschließende Kapitel vorauseilend definieren. Dies wirkt wie eine Arbeitsskizze des Autors. Tuschzeichnungen illustrieren die Geschehnisse.
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