Wer einmal aus dem Blechnapf frißt

FALLADA Hans (2019): Wer einmal aus dem Blechnapf frißt. 2019.

Abstract

FALLADA, Hans: „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“, Berlin 2018
Fallada entführt den Leser in eine unbekannte Welt, in einer für heutige Menschen unbekannte Zeit. Er erzählt detailgenau das Leben von Strafgefangenen und wie es ihnen während und nach der Entlassung geht. Ein für „normale“ Menschen unvorstellbares Milieu. In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts geschrieben war das Buch während des NS-Regimes verboten. Gleich nach dem Krieg wurde es unverändert wieder aufgelegt. Heute fast 100 Jahre später ist es immer noch interessant zu lesen.
Für die Strafentlassenen ist es schwierig wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Die Hauptperson Kufalt ist ein vorbildlicher Strafgefangener. Als er in Freiheit ist will er ein ordentliches Leben führen. Viele Ansätze und Bemühungen hat er, aber die Umwelt wirft ihn immer wieder zurück, bis er aufgibt, kleine Verbrechen begeht und wieder im Kitchen landet. Seine erste Nacht in der Zelle: „Kufalt hat die Decke schön hoch über die Schultern gezogen, im Kittchen ist es angenehm still, er wird großartig schlafen. Fein, wenn man wieder zu Hause ist. Keine Sorgen mehr. Fast, wie man früher nach Hause kam, mit Vater zur Mutter“. Ja, im übernächsten Satz legt er noch eins drauf, wenn es da heißt „Eigentlich noch besser. Hier hat man ganz seine Ruhe. … Schön, so ´ne Ordnung. Wirklich ganz zu Hause.“
Beim Lesen fragt man sich „Woher hat der Autor all die Informationen und die vielen Details, wie es im Zuchthaus zugeht?“ Er ist selbst 5 Monate Sträfling gewesen und im Zuchthaus gesessen. Aber das Dichten und die Formulierungen sind doch von ihm und erlauben es, diese Welt in einem Buch festzuhalten.
Auf alle Fälle sind es fast 600 Seiten Spannung.

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    Für die Strafentlassenen ist es schwierig wieder in ein normales Leben zurückzufinden. Die Hauptperson Kufalt ist ein vorbildlicher Strafgefangener. Als er in Freiheit ist will er ein ordentliches Leben führen. Viele Ansätze und Bemühungen hat er, aber die Umwelt wirft ihn immer wieder zurück, bis er aufgibt, kleine Verbrechen begeht und wieder im Kitchen landet. Seine erste Nacht in der Zelle: „Kufalt hat die Decke schön hoch über die Schultern gezogen, im Kittchen ist es angenehm still, er wird großartig schlafen. Fein, wenn man wieder zu Hause ist. Keine Sorgen mehr. Fast, wie man früher nach Hause kam, mit Vater zur Mutter“. Ja, im übernächsten Satz legt er noch eins drauf, wenn es da heißt „Eigentlich noch besser. Hier hat man ganz seine Ruhe. … Schön, so ´ne Ordnung. Wirklich ganz zu Hause.“
    Beim Lesen fragt man sich „Woher hat der Autor all die Informationen und die vielen Details, wie es im Zuchthaus zugeht?“ Er ist selbst 5 Monate Sträfling gewesen und im Zuchthaus gesessen. Aber das Dichten und die Formulierungen sind doch von ihm und erlauben es, diese Welt in einem Buch festzuhalten.
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