Damit ich abreisen kann

HADDAD, Joumana: Damit ich abreisen kann. 2011.

Abstract

HADDAD, Joumana: "Damit ich abreisen kann", Basel 2006
Eine junge Dichterin und Journalistin aus Beirut hat diese wunderbaren Gedichte geschrieben. Sehr viel geht es um Liebe und die liebenden Körper. Aber sehr verschmitzt geschrieben. Man würde nichtglauben, dass diese Gedichte von einer Araberin geschrieben wurden. So modern. So offen.

Ich habe einen Körper,
der am Boden des Ozeans wartet.
Ich habe einen Körper
wie einen Vulkan,
dessen Krater das Wasser leckt,
damit er die Lust nicht ausspukt,
bevor die Liebe kommt. (Seite 15)

Komm,
lass uns einen neuen Mond erfinden,
der sich beeilt,
zu uns ans Fenster zu kommen.
Wir ziehen ihm seine silberne Scham aus
Und bekleiden ihn mit der Dämmerung des Abends
Und mit dem Strom des Begehrens. (Seite 29)

Leih mir deine Augen,
denn ich habe das Schauen in den Spiegel satt,
ich habe das Betrachten meines nackten Körpers
als nackten Körper satt (Seite 41)

Er ähnelte niemandem.
Ich habe ihn gezeichnet.
Ich habe ihn geformt.
Ich habe ihn erschaffen.
Dann habe ich ihn verloren.

Ich formte ihn in meiner Fantasie,
dann verlor ich ihn
zwischen zwei Schläfchen. (Seite 57)
(Buraimi, 10.07.2011)

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    Ich habe einen Körper,
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    Komm,
    lass uns einen neuen Mond erfinden,
    der sich beeilt,
    zu uns ans Fenster zu kommen.
    Wir ziehen ihm seine silberne Scham aus
    Und bekleiden ihn mit der Dämmerung des Abends
    Und mit dem Strom des Begehrens. (Seite 29)
    
    Leih mir deine Augen,
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    ich habe das Betrachten meines nackten Körpers
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    Er ähnelte niemandem.
    Ich habe ihn gezeichnet.
    Ich habe ihn geformt.
    Ich habe ihn erschaffen.
    Dann habe ich ihn verloren.
    …
    Ich formte ihn in meiner Fantasie,
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